Geschichte

Die Zuckerwarenfabrik

Das Lolli-Kind Hannelore Commentz

Die Bonbon-, Schokoladen- und Zuckerwarenfabrik im Hinterhof der Winterstraße 9-11 in Ottensen wurde 1909 in von Julius Commentz errichtet.

In der Fabrik wurden Schokoladen mit verschiedenen Geschmacksrichtungen hergestellt, und Schokolade aus anderen Fabriken wurde weiterverkauft.

Hauptsächlich wurden in der Fabrik aber Bonbons hergestellt, vor allem eingewickelte Rahmbonbons, die nach der Tochter des Fabrikbesitzers "Hannelore-Butter-Karamellen" genannt wurden.

Aus dieser Fabrik stammten die ersten Lutschbonbons am Stil. Sie hießen "Lollis", ebenfalls nach der Fabrikantentochter Hannelore, die in der Familie und im Freundeskreis auch "Lolli" genannt wurde.

Ein Werbemotto der Fabrik lautete:

"Rirarutsch, ICAO-Lutsch!" (Iulius Commentz Altona-Ottensen)

Die Anfänge und der Verein

Im Frühjahr 1971 wurde durch eine Elterngruppe aufgrund mangelnder Betreuungsmöglichkeiten im Stadtteil Ottensen das Kinderhaus in der Fabrik e. V. gegründet. Es wurden Räume im Obergeschoss der "Fabrik" Barnerstrasse zur Verfügung gestellt.

Wegen Differenzen mit der Leitung der Fabrik und dem Wunsch nach Vergrößerung wurde schon bald nach größeren Räumen gesucht, die sich dann in der ehemaligen Chocoladenfabrik Julius Commentz fanden.

Von Dezember 1973 bis September 1974 folgte der Umbau und Umzug in die "Dampf-, Zuckerwaren- und Chocoladenfabrik."

Alle Abriss-, Maurer-, Maler- und Verlegearbeiten wurden von Eltern und ErzieherInnen in Eigenleistung übernommen.
Eröffnung im August 1974 als "Kinderhaus e.V. in der Chocoladenfabrik".

Im Verein kann jedes sorgeberechtigte Elternteil und jeder Mitarbeiter Mitglied werden.
Als freier Träger verwalten wir unser Haus selbst.

Die Mitgliederversammlung ist das höchste beschließende Organ für das Kinderhaus. Sie findet einmal jährlich statt und auf ihr wird der Vorstand gewählt. Der Vorstand setzt sich paritätisch zusammen.

Auszug aus dem Konzept

Im Kinderhaus treffen Kinder unterschiedlichen Geschlechts, Kulturen, Religionen zusammen.
Die Kinder lernen früh, anderes Verhalten, Sprache und Herkunft zu tolerieren und zu respektieren.

Uns ist es wichtig, diese bunte Vielfalt zu fördern und zu unterstützen.
Kinder brauchen einander, um zu lernen, zu verstehen und zu achten.
Das Kinderhaus ist der Freiraum der den Kindern gehört und von den Pädagogen betreut und bewahrt wird.

 

 

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